Coach Tina Bakic

Mein Ausweg aus dem Gefühl der Machtlosigkeit

Sich machtlos zu fühlen, kann wie eine Dunkelheit sein, die das Licht aus unserem Leben verschluckt.

Das Gefühl der Hilflosigkeit, besonders in schwierigen Lebenssituationen, kann uns überwältigen und in einem Teufelskreis der Negativität gefangen halten. Doch oft kommt der Ausweg aus diesem Kreis aus etwas Unerwartetem – etwas, das trotz unserer gefühlten Machtlosigkeit in unserer eigenen Kraft liegt.

Ich möchte meine Geschichte mit euch teilen, in der Hoffnung, dass sie vielleicht auch euch helfen kann.

Vor einigen Jahren geriet meine Familie aufgrund der Krankheit meiner Tochter in eine schwierige Situation, und wir zogen nach Hamburg. Wir waren Fremde in einem anderen Land und auf finanzielle Hilfe angewiesen. Das Gefühl der Machtlosigkeit überwältigte meine Gedanken, ich sah keinen Ausweg. Ich hatte so viele Wünsche, wusste aber nicht, wie ich sie verwirklichen könnte. Am meisten wollte ich allen, die uns geholfen hatten, etwas zurückgeben. Doch der Glaube, dass ich das niemals schaffen würde, zog mich noch tiefer in die Machtlosigkeit.

Doch dann trat eine besondere Person in unser Leben, die uns unglaubliche Unterstützung bot und mir half, meinen Blick auf die Situation zu verändern.

Statt mich damit zu belasten, wie ich mich bei jedem Einzelnen für die erhaltene Hilfe revanchieren könnte, riet sie mir, mich darauf zu konzentrieren, anderen in irgendeiner Weise zu helfen – ohne die Erwartung, etwas zurückzubekommen. Dieser Gedanke verwirrte mich zunächst, aber ich entschied
mich, es auszuprobieren.

Ich begann, jeden Tag kleine Taten der Freundlichkeit zu vollbringen – ein Lächeln für Menschen auf der Straße, eine helfende Hand, wenn jemand Unterstützung brauchte, oder einfach nur zuzuhören und Trost zu spenden. Überraschenderweise begann das Gefühl der Machtlosigkeit zu verblassen und wurde durch ein Gefühl der eigenen Stärke und Wertschätzung ersetzt.

Ich erkannte, dass das Geheimnis im bedingungslosen Geben liegt – von Herzen. Es spielt keine Rolle, wie viel wir geben können, sondern dass wir es mit Liebe tun. Ich bemerkte, wie jede meiner guten Taten sich vervielfachte und mir mehr Freude brachte, als ich je erwartet hatte.

Durch dieses Verhalten wurde ich auch ein Vorbild für meinen Sohn. Heute ist mein Sohn eine selbstbewusste und glückliche Person voller Empathie und Verständnis. Er lebt sein Leben mit einem Gefühl der Erfüllung, ist immer freundlich und liebt es, anderen zu helfen.

Deshalb möchte ich euch ermutigen, das Gefühl der Machtlosigkeit nicht über euch herrschen zu lassen. In jedem Moment habt ihr die Möglichkeit, etwas zu tun, so klein es auch sein mag. Unterschätzt niemals die Kraft eurer Freundlichkeit – sie kann immer euren Weg erhellen.

Die Welt ist voller Möglichkeiten, Gutes zu tun. Lasst uns die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen
möchten. Seien wir der Tropfen, der den Ozean ausmacht. Egal, welchen Herausforderungen wir gegenüberstehen – es gibt immer etwas, das wir tun können, um die Welt zu einem schöneren Ort für uns alle zu machen.

Tina Bakic

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